Gedichte sind Sprach-Konzentrate, in denen die größte gedankliche Freiheit und zugleich die größte formale Disziplin angelegt ist. Sie kann die entlegensten Bedeutungsfelder mit einem einzigen poetischen Bild verknüpfen, gleichzeitig erfordert die Verdichtung filigrane Feinarbeit. Für mich gilt: Ich ochse um jede Zeile. Diese Mühen darf man dem Gedicht aber nicht anmerken. Poesie mit geschwollenen Stirnadern zu schreiben, reizt mich nicht. Das Schwerste ist das Leichtsein. Dafür reicht es eben nicht, die Sprache zu lieben. Man muss gelegentlich auch das Glück haben, dass einen die Sprache zurückliebt.
Meine neue Website soll es Interessierten leichter machen, sie ist deutlich übersichtlicher, leser- und nutzerfreundlicher gestaltet und bietet folgende Vorteile:
Webauftritt im Responsive Modus: die Website passt sich automatisch an die Bildschirmgröße und Auflösung des verwendeten Endgeräts an.
Terminkalender mit google maps Routenplaner: Lesetermine mit den Angaben über Location, Straße, PLZ, Ort. Darüber lässt sich per Mausklick eine GPS-Navigation starten vom Startpunkt bis zum Ziel, nutzbar auch als Routenplaner.
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Informative Übersicht über alle Werke: Alle Bücher, Hörbücher, Videos und Interviews sind übersichtlich an einer Stelle zu finden. Jedes Werk wird individuell vorgestellt, der Besucher findet per Mausklick einen Kurzeinstieg, Leseprobe, Pressestimmen und ISBN-Nr.
Jeder Band kann direkt bestellt werden: Besucher können ihren Wunschband direkt beim Pendragon-Verlag, bei Amazon oder Thalia bestellen, das erweiterte Standard-Bestellformular enthält zudem die Möglichkeit, ein signiertes Exemplar direkt bei mir, dem Autor zu bestellen.
Gedicht des Monats
Das Kleingedruckte am Ende des Winters
Es scheint, die Blutdrucksenker wirken. Die Sonnenaufgänge dieser Tage sind seltsam blass verschwommen. Geduldig wie ein Logopäde wispert ein südlicher Hauch den verstockten Sträuchern immer wieder etwas vor. Dann lispeln sich die ersten Frühblüher ans Licht, Stoßtrupps von Schneeglöckchen rücken vor und da: Hörst du sie auch von fern, die beharrlichen Klopfzeichen der tief im Wald verschütteten Spechte? Es ist wie immer: Schon beim kleinsten Flirren schießt ein Strahl Freude ein, der erstbeste Leichtsinn kegelt hoch, nennt noch die winzigste Knospe gleich Zuversicht. So heruntergekommen, ja ausgehungert ist die Hoffnung nach all den klirrenden Tagen und wie zum Beweis wachsen jetzt an den Kleidercontainern ringsum bunte Plastiktüten mit Jacken und Mänteln. (Neues, bislang unveröffentlichtes Gedicht)